Spitalaufenthalt

 

 
 
 

Nachdem sie sämtliche Vorabklärungen und Untersuchungen abgeschlossen und wir die geplante Operation ausführlich mit ihnen besprochen haben, beginnt mit dem Tag des Spitaleintritts die für sie wichtigste Zeit. Meist wird dieser Tag lange herbei gesehnt, ist es dann soweit, stellt sich jedoch ein Unwohlsein und manchmal Angst vor der Operation ein. Hier steht ihnen bei uns ein Team aus kompetenten Ärzten und Pflegenden zur Seite um diese Sorgen zu beseitigen. Da Angst in der Regel aus Ungewissheit vor einer neuen Situation entsteht werden wir ihnen ausreichend Zeit widmen um noch vorhandene Fragen zu beantworten und sie umfassend über die Abläufe zu informieren.

 

Tag 1 – Eintritt ins das Spital

Der Eintritt in das Spital erfolgt in der Regel am Vortag der Operation zwischen 14-16 Uhr. Über die am Haupteingang liegende Rezeption werden sie direkt zu ihrem Zimmer gebracht. Sie erhalten zudem eine Telefonkarte mit der sie vom Zimmer aus telefonieren können. Sie bekommen eine Telefonnummer die sie jederzeit für ihre Familie und Freunde erreichbar macht. Im Zimmer wird sie die sie betreuende Pflegekraft begrüssen und ihnen die notwendigen Informationen zur Pflegestation geben. Sie wird ebenso die vor der Operation notwendige Blutentnahme durchführen.

Sie werden am Nachmittag vom Team der Physiotherapie begrüsst und in das für die Zeit nach der Operation notwendige Atemtraining eingewiesen. Dieses Training ist ein äusserst wichtiger Bestandteil des gesamten Behandlungskonzeptes. Es kann eine Minderbelüftung der Lunge sowie das Risiko einer Lungenentzündung erheblich verringern.

In der gesamten Zeit des Spitalaufenthaltes, so auch am Tag des Eintritts,  werden sie intensiv von unseren speziell auf die Besonderheiten der Adipositaschirurgie geschulten Ernährungsberatern betreut.

Sie werden am Nachmittag Gelegenheit haben den sie am Operationstag betreuenden Anästhesisten kennen zu lernen. Er wird mit ihnen sämtliche Frage zur Narkose besprechen. Sollten sie aufgrund von Allergien einen Allergiepass besitzen, so bitten wir sie diesen bereit zu halten. Gleiches gilt für einen Herzschrittmacherausweis.

Bestehen noch Fragen bezüglich der Operation, so werden wir ihnen diese in einem nochmals ausführlichen Gespräch beantworten. Wir werden sie zudem bitten mit ihrer Unterschrift auf dem Aufklärungsbogen ihr Einverständnis zur Operation zu erklären.

Am Abend vor der Operation bekommen sie eine Suppe und können bis 24 Uhr trinken. Wir führen keinerlei Abführungsmassnahmen vor der Operation durch. Auf Wunsch erhalten sie eine Schlaftablette.

 

Tag 2 – Operationstag

Am Operationstag werden sie rund 60 Minuten vor Beginn des Eingriffs in den Operationstrakt gebracht. Dort empfängt sie der Anästhesist und leitet die Narkose ein. Während sie schlafen erhalten sie einen Blasenkatheter der in der Regel bis zum 2. Tag nach der Operation verbleibt. Er ist notwendig um die Menge der Urinausscheidung zu messen und zu dokumentieren.

Die Operation dauert 60-90 Minuten. Danach werden sie auf die Intensivstation gebracht wo wir sie bis zum Folgetag verweilen. Bereits am Operationstag können sie mit Hilfe der Pfegekraft welche sie betreut aufstehen und im Lehnstuhl sitzen. Am Operationstag müssen sie nüchtern bleiben, erhalten jedoch Erfrischungsstäbchen zum Anfeuchten des Mundes.


Tag 3  - Erster postoperativer Tag

In den Vormittagsstunden des Tages führen wir eine Röntgenuntersuchung durch um die Dichtigkeit der neu geschaffenen Verbindung zwischen Magen und Dünndarm zu testen. Dazu müssen sie rund 100 ml Kontrastmittel trinken. Ist die Untersuchung unauffällig können sie beginnen Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Nach der Verlegung von der Intensivstation auf die Normalstation werden sie, mit Hilfe der Physiotherapie, mobilisiert. Allergrössten Wert legen wir auf das Atemtraining welches sie bereits am Eintrittstag trainiert haben.


Tag 4  - Zweiter postoperativer Tag

Heute werden sie sich bereits besser fühlen,  so dass die Mobilisierung weiter voran schreiten kann. Wir werden die Trinkmenge erhöhen und wenn sie dies tolerieren werden sie eine Bouillon bekommen. In der Regel kann der Blasenkatheter entfernt werden. Wie an allen Tagen ihres Spitalaufenthaltes werden sie mindestens zweimal von uns visitiert.

Tag 5 – Dritter postoperativer Tag

In den allermeisten Fällen können an diesem Tag die Infusionen gestoppt werden, sämtliche Zugänge (Venenkatheter) werden entfernt und sie können sich frei bewegen. Sie können jetzt ohne Hilfe das Bett verlassen, werden aber weiterhin zweimal täglich mit der Physiotherapie Übungen zur Stärkung der Muskulatur sowie das Atemtraining durchführen. Die Ernährungsberatung bespricht mit ihnen ausführlich zahlreiche Verhaltensregeln für die Zukunft. Diese Gespräche können gerne auch gemeinsam mit Familienangehörigen durchgeführt werden. Sie bekommen heute Cremesuppe und können frei Trinken.

 

Tag 6 – Vierter postoperativer Tag

Gemeinsam mit der Ernährungsberatung besprechen sie zahlreiche Fragen. Häufig müssen einige Medikamente die sie vor der Operation eingenommen haben umgestellt werden. Hier werden sie von den Kollegen des Stoffwechselzentrums bzw. des DAZZ eng betreut. Der Kostaufbau wird weiter voran getrieben.

 

Tag 7– Fünfter  postoperativer Tag Austritt

Sie haben jetzt rund eine Woche im Spital verbracht. Diese Zeit wurde durch die komplexe Operation sowie die Veränderungen danach geprägt. Nachdem sie vom gesamten Team intensiv betreut wurden, werden sie gut vorbereitet das Spital verlassen. Nach der abschliessenden Visite erhalten sie die für die ersten Tagen notwendigen Medikamente sowie Pflaster zum Wechseln. Der Austritt erfolgt meist gegen 10 Uhr. Die Termine zur Nachkontrolle wurden vereinbart.